Fischereiverein Gaildorf e.V.
Fischereiverein Gaildorf e.V.

Lebensraum Bacheinlauf

Ein Bacheinlauf ist für einen Fluss ein ganz wichtiger Schnittpunkt, da der Bach zum einen kaltes, sauerstoffreiches Wasser dem Fluss zuführt und zum anderen wertvollen Kies als Lebensraum und
Laichsubstrat einbringt. Leider sind die meisten Bacheinläufe von Menschenhand so verbaut, dass keine
Fische in den Bach aufsteigen können und der Kieseintrag durch Rampen behindert werden.
Ein natürlicher Austausch ist dadurch nur eingeschränkt möglich. Dies wirkt sich leider negativ auf die Artenvielfalt und Anzahl der Lebewesen aus, die hier zu finden sind.

Ein Bach ist immer der Anfang aller Fließgewässer und wie die Lebensader des Flusses zu sehen.

Der Bach bringt neues Leben in den Fluss. Jungfische die im Bach schlüpfen und heranwachsen, wandern in den Fluss, um dort bei größerem Nahrungs- und Raumangebot zu ihrer Geschlechtsreife heranzuwachsen.

Wenn man am Bach oder am Einlauf einmal einen großen Stein im Wasser umdreht und genau hinsieht, kann man entdecken, wie viel Leben im Wasser existiert

 

Im linken Bild könnt Ihr finden:
Bachflohkrebse, Köcherfliegen-Larven, Eintagsfliegen-Larven, Libellen-Larven,
verschiedene Fadenwürmer und Wasserschnecken, Wasserskorpion und Steinfliegen-Larve.

Das Rotauge

Das Rotauge ist einer der schönsten Süßwasserfische. Es gehört zu den karpfenartigen Fischen und ist so gut wie immer im Schwarm anzutreffen. Am Einlauf des Baches ist es häufig zu finden, da hier ständig Kleinstlebewesen in den Fluss eingespült werden, die das Rotauge dann aufsammelt.


Das Rotauge erreicht eine Länge von 25 bis max. 50 Zentimeter und kann bis zu 3 Kilogramm schwer werden. Man kann das Rotauge an seiner leuchtend roten Iris erkennen, von welcher es auch seinen Namen hat. Wenn Rotaugen sich in den Sommermonaten vermehren, geht es in einem heftigen Laichspiel richtig zur Sache.

 

Das mit Laichausschlag benetzte Männchen (Milchner), treibt das Weibchen (Rogner), regelrecht bis zur Eiablage vor sich her. Dabei sind die Paare so aufeinander fixiert, dass sie dabei leider, immer wieder auch von Raubfischen
erbeutet werden.

Der Flussbarsch

Der Flussbarsch ist neben dem Zander, wohl der bekannteste Vertreter der Süßwasser - Barsche. Markant am Flussbarsch ist seine geteilte Rückenflosse, bei welcher der vordere Teil 14 spitze Stachelstrahlen aufweist, mit denen er sehr erfolgreich größere Raubfische auf Distanz hält. Auch das dunkle Streifenmuster und
die rote Bauch- und Afterflosse sind ein typisches Erkennungsmerkmal. Der Flussbarsch ist ein Raubfisch und macht im Schwarm, gerne auch am Bacheinlauf, auf Kleinfische jagt.

 

Der Flussbarsch kann je nach Nahrungsangebot eine Länge von 60 Zentimeter und ein Gewicht von 3,5 Kilogramm erreichen. Bei uns Fischern ist der Flussbarsch ein sehr beliebter Fang, da er ein hervorragender und wohlschmeckender Speisefisch ist.